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Notenrechner: Notendurchschnitt im Studium berechnen

Der Notendurchschnitt im Studium ist der nach ECTS gewichtete Mittelwert: Jede Modulnote wird mit ihren Leistungspunkten multipliziert, die Summe wird durch die Gesamtzahl der ECTS geteilt. Ein Modul mit 10 ECTS zählt also doppelt so viel wie eines mit 5. Viele Prüfungsordnungen schneiden das Ergebnis nach der ersten Nachkommastelle ab, aus 2,27 wird dann 2,2. Maßgeblich ist immer deine Prüfungsordnung.

Notendurchschnitt berechnen

Modul, Note und ECTS eintragen. Der Schnitt wird nach ECTS gewichtet, so wie es die meisten Prüfungsordnungen vorsehen.

Gewichtet nach ECTS
Anzeige des Ergebnisses
— Gewichteter Durchschnitt (nach ECTS)
— Prädikat (übliche Skala)
— Ungewichteter Durchschnitt (zum Vergleich)
— ECTS in der Rechnung

Prädikate nach der verbreiteten Skala: bis 1,5 sehr gut, 1,6 bis 2,5 gut, 2,6 bis 3,5 befriedigend, 3,6 bis 4,0 ausreichend. Maßgeblich ist immer deine Prüfungsordnung: Sie legt fest, welche Module zählen, wie die Abschlussarbeit gewichtet wird und ob gerundet oder abgeschnitten wird.

Welche Note brauche ich noch?

Die Module aus der Tabelle oben werden übernommen. Trage deinen Zielschnitt und die noch offenen ECTS ein.

— Nötiger Durchschnitt in den offenen ECTS
— Aktueller gewichteter Schnitt

Wie wird der Notendurchschnitt berechnet?

An Universitäten und Fachhochschulen wird die Gesamtnote fast immer nach Leistungspunkten gewichtet. Die Formel lautet:

Gesamtnote = Summe (Note × ECTS des Moduls) ÷ Summe der ECTS aller benoteten Module

Der einfache Mittelwert, bei dem alle Noten gleich viel zählen, dient nur als Vergleich. Er weicht vom gewichteten Wert ab, sobald Module unterschiedlich groß sind, und das ist im Bachelor und Master der Normalfall: Ein Praktikum mit 10 ECTS, eine Vorlesung mit 5 ECTS, die Bachelorarbeit mit 12 ECTS. Ein Notenrechner für die Uni muss diese Unterschiede abbilden, sonst stimmt das Ergebnis nicht mit dem Zeugnis überein.

Zwei Regeln der Prüfungsordnung entscheiden über die letzte Stelle. Erstens die Rundung: Einige Ordnungen runden kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen, viele andere berücksichtigen nur die erste Stelle hinter dem Komma und streichen alle weiteren ohne Rundung. Zweitens die Gewichtung der Abschlussarbeit: Häufig zählt sie einfach mit ihren ECTS, manchmal doppelt oder zusammen mit einem Kolloquium als eigener Block. Der Rechner oben bildet beide Stellschrauben ab.

Beispiel: Bachelornote Schritt für Schritt

Angenommen, in der Tabelle stehen fünf Module und die Bachelorarbeit:

ModulNoteECTSNote × ECTS
Grundlagen der BWL2,3613,8
Mathematik I3,0824,0
Statistik1,7610,2
Marketing2,0510,0
Praktikum1,31013,0
Bachelorarbeit1,71220,4
Summe4791,4

91,4 geteilt durch 47 ergibt 1,9447. Mit zwei Nachkommastellen steht im Ergebnis 1,94, nach der Abschneide-Regel 1,9. Der ungewichtete Mittelwert der sechs Noten liegt dagegen bei genau 2,0. Die gute Note im Praktikum mit 10 ECTS zieht den gewichteten Schnitt nach oben, die 3,0 in Mathematik wiegt mit 8 ECTS aber ebenfalls schwer. Genau deshalb lohnt es sich, den Notendurchschnitt zu berechnen, statt ihn zu schätzen.

Was die Bachelorarbeit am Schnitt ändert

Die Abschlussarbeit ist meist das größte einzelne Modul. Wie viel sie bewegt, zeigt ein Beispiel mit 168 ECTS aus Modulen bei einem Schnitt von 2,3:

Note der ArbeitGewichtungGesamtnote (180 ECTS)
2,3einfach (12 ECTS)2,30
1,0einfach (12 ECTS)2,21
1,0doppelt (wie 24 ECTS)2,14
3,0einfach (12 ECTS)2,35

Selbst eine 1,0 in der Arbeit verbessert den Schnitt bei einfacher Gewichtung nur um rund 0,1. Wer die Gesamtnote noch spürbar bewegen will, muss früher ansetzen, bei den großen Modulen der ersten Semester. Einen Zeitplan für die Arbeit selbst findest du im Beitrag Masterarbeit: Zeitplan und Ablauf.

Welche Note brauche ich noch?

Der zweite Rechner beantwortet die Frage, die vor jeder Masterbewerbung auftaucht: Reicht es noch für den Zielschnitt? Die Rechnung dahinter:

Nötiger Schnitt = (Zielschnitt × Gesamt-ECTS − bisherige Notensumme) ÷ offene ECTS

Die bisherige Notensumme ist die Summe aus Note × ECTS aller schon benoteten Module, also die Zahl, die in der Beispieltabelle unten rechts steht. Liegt das Ergebnis unter 1,0, ist der Zielschnitt rechnerisch nicht mehr erreichbar. Liegt es über 4,0, reicht jede bestandene Note. Für die Masterzulassung lohnt sich dann der Blick auf den Beitrag NC im Master, denn die Grenzwerte entstehen erst nach Bewerbungsschluss und schwanken von Jahr zu Jahr.

Typische Werte und Prädikate

GesamtnotePrädikatEinordnung
1,0 bis 1,5sehr gutEinige Hochschulen: bis 1,2 mit Auszeichnung
1,6 bis 2,5gutHäufigster Bereich in Bachelorzeugnissen
2,6 bis 3,5befriedigendFür viele zulassungsfreie Master ausreichend
3,6 bis 4,0ausreichendBestanden
über 4,0nicht bestandenModul muss wiederholt werden

Die Prädikate stammen aus den gängigen Prüfungsordnungen deutscher Hochschulen. Für Bewerbungen im Ausland ergänzen viele Zeugnisse eine ECTS-Einstufung, die die Note relativ zur Verteilung im Jahrgang ausweist; sie lässt sich nicht aus dem Schnitt allein ableiten.

Grenzen der Berechnung

  • Der Rechner kennt deine Prüfungsordnung nicht. Ob ein Modul überhaupt in die Gesamtnote eingeht, welche Rundung gilt und wie die Abschlussarbeit gewichtet wird, steht nur dort.
  • Unbenotete Leistungen, Anerkennungen aus dem Ausland und Freiversuche werden je nach Hochschule unterschiedlich behandelt.
  • Manche Studiengänge rechnen mit Teilnoten innerhalb eines Moduls oder mit Studienabschnitten, die jeweils eigene Gewichtungen haben.
  • Die Umrechnung ausländischer Noten in das deutsche System folgt eigenen Formeln, häufig der bayerischen Formel oder den Vorgaben von uni-assist. Dafür ist dieser Rechner nicht gedacht.

Die Zahl aus dem Rechner ist damit eine belastbare Vorschau, keine Zusage. Verbindlich ist die Berechnung des Prüfungsamts nach der für dich geltenden Ordnung.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Notendurchschnitt im Studium?

Jede Modulnote wird mit den ECTS-Punkten des Moduls multipliziert. Die Summe dieser Produkte teilst du durch die Summe aller ECTS. Das Ergebnis ist der gewichtete Durchschnitt, den die meisten Prüfungsordnungen als Gesamtnote verwenden.

Wird die Bachelornote gerundet oder abgeschnitten?

Das regelt die Prüfungsordnung. Viele Hochschulen berücksichtigen nur die erste Nachkommastelle und streichen alle weiteren ohne Rundung: Aus 2,27 wird dann 2,2. Andere weisen zwei Nachkommastellen aus. Der Rechner zeigt beide Varianten.

Wie stark zählt die Bachelorarbeit für die Gesamtnote?

Meist geht sie mit ihren ECTS-Punkten ein, häufig 12 von 180. Manche Ordnungen gewichten sie zusätzlich, etwa doppelt, oder rechnen ein Kolloquium hinzu. Im Rechner lässt sich der Faktor einstellen.

Welche Note brauche ich noch, um einen bestimmten Schnitt zu erreichen?

Multipliziere den Zielschnitt mit der Gesamtzahl der ECTS nach Abschluss, ziehe die bisherige Notensumme (Note mal ECTS je Modul) ab und teile den Rest durch die noch offenen ECTS. Der zweite Rechner auf dieser Seite erledigt das automatisch.

Zählen unbenotete Module im Notendurchschnitt?

Nein. Module, die nur mit bestanden oder nicht bestanden bewertet werden, bringen ECTS für den Abschluss, gehen aber nicht in den Notendurchschnitt ein. Trage sie im Rechner nicht ein oder lasse das Notenfeld leer.

Ab welchem Schnitt gilt eine Note als gut oder sehr gut?

Nach der verbreiteten Skala gilt bis 1,5 als sehr gut, 1,6 bis 2,5 als gut, 2,6 bis 3,5 als befriedigend und 3,6 bis 4,0 als ausreichend. Einzelne Hochschulen vergeben zusätzlich die Stufe mit Auszeichnung für Werte bis 1,2 oder 1,3.

Quellen

  • Kultusministerkonferenz: Ländergemeinsame Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss vom 10.10.2003 in der jeweils geltenden Fassung), Regelung zu Leistungspunkten und Gesamtnote.
  • Europäische Kommission: ECTS Users' Guide 2015, Abschnitte zu Leistungspunkten und zur Notenverteilung (ECTS Grading Table).
  • Allgemeine und fachspezifische Prüfungsordnungen deutscher Hochschulen (Beispiele: Rahmenprüfungsordnungen für Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen) zu Gewichtung nach Leistungspunkten, Abschneiden nach der ersten Dezimalstelle und Prädikatsstufen.

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