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Abitur-Rechner: Punkte in Noten umrechnen und Abiturschnitt berechnen

Die Abiturnote ergibt sich aus der Gesamtpunktzahl von Block I (Halbjahresleistungen, höchstens 600 Punkte) und Block II (Abiturprüfungen, höchstens 300 Punkte) nach der Formel Note = 17/3 − Punkte/180, abgeschnitten auf eine Nachkommastelle. 823 Punkte und mehr ergeben 1,0, mit 300 Punkten liegt die Note bei 4,0. Einzelne Notenpunkte von 0 bis 15 entsprechen den Noten 6 bis 1+.

Abiturschnitt aus Block I und Block II

Punkte aus der Qualifikationsphase (Block I) und der Abiturprüfung (Block II) eintragen. Ergebnis nach der KMK-Formel.

KMK-Formel
— Abiturdurchschnitt
— Gesamtpunktzahl (von 900)
— Punkte bis zur nächsten besseren Note

Bestanden ist das Abitur nur, wenn beide Blöcke ihre Mindestpunktzahl erreichen (Block I mindestens 200, Block II mindestens 100) und in Summe mindestens 300 Punkte stehen. Die Note wird nicht gerundet, sondern nach der ersten Nachkommastelle abgeschnitten. Einzelheiten zur Einbringung regeln die Länder unterschiedlich.

Punkte in Noten umrechnen

Notenpunkte der Oberstufe (0 bis 15) in die klassische Note 1 bis 6 und zurück.

— Note zu den gewählten Punkten
— Rechenwert (17 − Punkte) ÷ 3
— Punkte zur eingegebenen Dezimalnote
Umrechnungstabelle Punkte in Noten
PunkteNoteRechenwertBedeutung
151+0,67sehr gut
1411,00sehr gut
131-1,33sehr gut
122+1,67gut
1122,00gut
102-2,33gut
93+2,67befriedigend
833,00befriedigend
73-3,33befriedigend
64+3,67ausreichend
544,00ausreichend
44-4,33ausreichend
35+4,67mangelhaft
255,00mangelhaft
15-5,33mangelhaft
065,67ungenügend

Die Notenpunkte bilden Tendenzen ab: 15 Punkte sind eine 1+, 14 eine glatte 1, 13 eine 1−. Ab 5 Punkten (Note 4) gilt eine Leistung als ausreichend; 4 Punkte und weniger zählen in der Oberstufe als Unterkurs. Der Rechenwert (17 − Punkte) ÷ 3 ist nur die mathematische Brücke zwischen beiden Skalen.

Wie wird der Abiturschnitt berechnet?

Die Gesamtqualifikation besteht aus zwei Blöcken. In Block I fließen die Halbjahresleistungen der Qualifikationsphase ein, je nach Land 36 bis 40 Kurse mit 0 bis 15 Punkten; das Ergebnis wird auf höchstens 600 Punkte hochgerechnet. Block II umfasst die Abiturprüfungen in vier oder fünf Fächern, deren Punkte vierfach gewichtet werden, sodass höchstens 300 Punkte entstehen. Zusammen sind also 900 Punkte möglich.

Aus der Summe wird die Durchschnittsnote nach einer festen Formel gebildet:

Note = 17/3 − Gesamtpunkte ÷ 180

Das Ergebnis wird nach der ersten Nachkommastelle abgeschnitten, nicht gerundet. Liegt der Rechenwert unter 1,0, gilt die Note 1,0. Damit gehört jede Gesamtpunktzahl zu genau einer Zehntelnote, und jede Zehntelnote deckt ein Band von 18 Punkten ab. Für die Bestehensgrenze gelten zusätzlich Mindestwerte: In Block I müssen mindestens 200 Punkte, in Block II mindestens 100 Punkte erreicht sein. Der Rechner oben prüft beides und zeigt an, wie viele Punkte bis zur nächsten besseren Note fehlen.

Beispiel durchgerechnet

Angenommen, aus der Qualifikationsphase stehen 420 Punkte in Block I und aus den Prüfungen 210 Punkte in Block II. Die Gesamtpunktzahl beträgt 630. Eingesetzt in die Formel:

17/3 − 630/180 = 5,667 − 3,500 = 2,167

Abgeschnitten nach der ersten Nachkommastelle lautet die Abiturnote 2,1. Für eine 2,0 wären 643 Punkte nötig, es fehlen also 13 Punkte. Beide Blöcke liegen über ihren Mindestwerten, das Abitur ist bestanden. Hätte der Prüfling in Block II nur 95 Punkte erreicht, wäre die Summe zwar noch über 300, das Abitur aber wegen der Blockgrenze nicht bestanden.

Punkte in Noten: die Umrechnungstabelle der Oberstufe

In der gymnasialen Oberstufe werden Leistungen nicht mit Noten von 1 bis 6, sondern mit 0 bis 15 Punkten bewertet. Die Tabelle im Rechner oben zeigt die Zuordnung vollständig. Als Faustregel: Jede ganze Note deckt drei Punkte ab, die mittlere Stufe ist die glatte Note (14 = 1, 11 = 2, 8 = 3, 5 = 4, 2 = 5), die Punkte darüber und darunter bilden Plus und Minus. Der Rechenwert (17 − Punkte) ÷ 3 verbindet beide Skalen: 11 Punkte ergeben genau 2,0, 5 Punkte genau 4,0.

Wichtig für die Einbringung: Kurse mit 0 Punkten gelten als nicht belegt, und Kurse mit weniger als 5 Punkten zählen als Unterkurse, von denen nur eine begrenzte Zahl in Block I eingebracht werden darf.

Gesamtpunkte und Abiturnote im Überblick

NoteGesamtpunkteNoteGesamtpunkte
1,0823 bis 900 2,6535 bis 552
1,1805 bis 822 2,7517 bis 534
1,2787 bis 804 2,8499 bis 516
1,3769 bis 786 2,9481 bis 498
1,4751 bis 768 3,0463 bis 480
1,5733 bis 750 3,1445 bis 462
1,6715 bis 732 3,2427 bis 444
1,7697 bis 714 3,3409 bis 426
1,8679 bis 696 3,4391 bis 408
1,9661 bis 678 3,5373 bis 390
2,0643 bis 660 3,6355 bis 372
2,1625 bis 642 3,7337 bis 354
2,2607 bis 624 3,8319 bis 336
2,3589 bis 606 3,9301 bis 318
2,4571 bis 588 4,0300
2,5553 bis 570

Unter 300 Punkten wird keine Note gebildet, das Abitur gilt als nicht bestanden. Die Tabelle folgt der Anlage zur KMK-Vereinbarung und gilt in allen Ländern gleichermaßen.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die Kultusministerkonferenz legt in ihrer Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe den Rahmen fest: zwei Blöcke, 900 Punkte, die Umrechnungsformel, die Mindestpunktzahlen. Innerhalb dieses Rahmens regeln die Länder Details selbst. Das betrifft vor allem:

  • die Zahl der einzubringenden Halbjahresleistungen in Block I (in der Regel 36 bis 40) und wie viele davon Unterkurse sein dürfen,
  • die Zahl der Prüfungsfächer in Block II (vier oder fünf) und ob eine Präsentationsprüfung oder eine besondere Lernleistung ersetzt werden kann,
  • die Pflicht, in bestimmten Fächern eine Mindestpunktzahl zu erreichen, etwa in den Leistungskursen oder in mindestens zwei Prüfungsfächern,
  • die Gewichtung von Leistungskursen beziehungsweise Fächern auf erhöhtem Niveau in Block I.

Für die Umrechnung der Gesamtpunkte in die Note spielt das keine Rolle, für die Frage, welche Kurse du überhaupt einbringen darfst, dagegen sehr. Bei Grenzfällen entscheidet deshalb die Oberstufenverordnung deines Landes und nicht ein Rechner.

Grenzen der Berechnung

Der Rechner setzt voraus, dass die Blockpunkte bereits nach den Regeln deines Landes gebildet wurden, also inklusive Hochrechnung auf 600 Punkte in Block I und Vierfachgewichtung in Block II. Er prüft nicht, ob einzelne Pflichtfächer belegt oder Mindestpunktzahlen in bestimmten Fächern erreicht sind. Ob eine mündliche Zusatzprüfung angesetzt wird und wie sie eingeht, ergibt sich ebenfalls nur aus der jeweiligen Verordnung. Für die spätere Studienplanung reicht das Ergebnis trotzdem aus, denn Hochschulen nutzen genau diese Durchschnittsnote. Wie es nach dem Bachelor mit dem Notensystem weitergeht, zeigt der Notenrechner für das Studium, und welche Bedeutung Noten im Master überhaupt noch haben, erklärt der Beitrag zum NC im Master.

Häufige Fragen

Wie wird die Abiturnote berechnet?

Aus der Gesamtpunktzahl von Block I und Block II, höchstens 900 Punkte, nach der Formel Note = 17/3 − Punkte/180. Das Ergebnis wird nicht gerundet, sondern nach der ersten Nachkommastelle abgeschnitten. Ab 823 Punkten lautet die Note 1,0.

Wie viele Punkte braucht man für ein 1,0 Abitur?

Mindestens 823 von 900 Punkten. Für 1,1 reichen 805 Punkte, für 1,5 sind es 733 Punkte, für 2,0 noch 643 Punkte.

Wann ist das Abitur bestanden?

Wenn in Block I mindestens 200 von 600 Punkten und in Block II mindestens 100 von 300 Punkten erreicht sind. Zusammen ergeben sich damit mindestens 300 Punkte, was der Note 4,0 entspricht. Dazu kommen Länderregeln zu Mindestleistungen in einzelnen Kursen und Prüfungen.

Wie rechnet man 11 Punkte in eine Note um?

11 Punkte entsprechen der glatten Note 2. Die Notenpunkte laufen von 15 (1+) über 14 (1), 13 (1−), 12 (2+), 11 (2), 10 (2−) und so weiter bis 0 Punkte (6). Als Rechenwert gilt (17 − Punkte) ÷ 3.

Ist die Abiturnote in allen Bundesländern gleich berechnet?

Die Umrechnungsformel und die Höchstpunktzahlen sind in der KMK-Vereinbarung bundesweit festgelegt. Unterschiedlich geregelt sind unter anderem die Zahl der einzubringenden Halbjahresleistungen, die Zahl der Prüfungsfächer und die Anrechnung einer besonderen Lernleistung.

Spielt die Abiturnote für die Masterbewerbung noch eine Rolle?

In der Regel nicht. Für die Zulassung zum Master zählt die Bachelornote, ergänzt um fachliche Voraussetzungen, Motivationsschreiben oder Auswahlgespräche. Der Abiturschnitt wird höchstens bei Stipendien oder in Lebensläufen noch abgefragt.

Quellen

  • Kultusministerkonferenz: Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe und der Abiturprüfung (Beschluss vom 07.07.1972 in der jeweils geltenden Fassung), einschließlich der Anlage mit der Tabelle zur Umrechnung der Gesamtpunktzahl in die Durchschnittsnote.
  • Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnungen der Länder zu Einbringungspflichten, Prüfungsfächern und Mindestpunktzahlen.

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